
27.10.25 ● In der zweiten Oktoberhälfte kamen mehr als 30 Mitglieder des Overather Tafelvereins im Kultur-Bahnhof zusammen, um den Rechenschaftsbericht des Vorstands entgegenzunehmen – und sich zu verabschieden. Hildegard Schönenborn, seit sieben Jahren als Vorsitzende berufen und mit dem Vertrauen der Mitglieder ausgestattet, teilte dem Auditorium mit, künftig aus privaten Gründen dem Vorstand der Tafel nicht mehr anzugehören. Als Mitarbeiterin wird sie aber weiterhin das Team der mehr als 80 Ehrenamtlichen unterstützen, was auf große Zustimmung traf.
Eckehard Ruffmann würdigte als zweiter Vorsitzender die Arbeit von Hildegard Schönenborn. Sie sei in allen Dingen vorangegangen, habe repräsentiert und angeschoben, aber sich vor allem auch nie gescheut, tatkräftig mit anzupacken, wo immer auch gerade ihre Hilfe vonnöten gewesen sei. Vor allem aber habe sie ein sehr persönliches und freundschaftliches Verhältnis zu allen Helfern in der Tafel gepflegt. „Hildegard ist wirklich eine Mutter der Kompanie – das kann man wörtlich nehmen. Bei allen Notwendigkeiten, die das Amt einer Vorsitzenden mit sich bringt, ist sie immer Mensch geblieben. Sie hat ein großes und gutes Herz, kann Trost spenden und nimmt Mitarbeiter oder Kunden auch schon mal in den Arm, wenn sie spürt, dass der Kummer an ihrem Gegenüber nagt“, so Ruffmann in seiner Dankesrede. Der zweite Vorsitzende wird gemeinsam mit Iris Nugue die Tafel bis zu den nächsten Wahlen 2026 leiten.
Neben Hildegard Schönenborn beendeten auch Rainer Gehrke (Schriftführer), Rainer Pape (Haustechnik) und Doris Hoffstadt-Bilstein (Teamleitung Küche) ihre verantwortlichen Tätigkeiten. Auch hier übernehmen Tafel-Kollegen die Aufgaben bis zum kommenden Jahr. Im Rahmen des Tätigkeitsberichts informierte der Vorstand über notwendige Instandsetzungsarbeiten am Tafel-Haus und die Installation einer Umluftanlage in der Garage. Trotz der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs berichtete Kassierer Wolfgang Deck von einem guten Kassenstand, der neben den Mitgliedsbeiträgen vor allem auch der Spendenbereitschaft Overather Bürger und Unternehmen zu verdanken ist.
Der scheidende Bürgermeister Christoph Nicodemus dankte ebenfalls als Schirmherr der Overather Tafel Hildegard Schönenborn für ihren jahrelangen Einsatz. „Sie haben das großartig gemacht.“ Er würde sich wünschen, dass es überhaupt keine Tafel geben müsste. Da die Realität anders aussehe, könne man nur froh sein, dass sich so viele Menschen in der Overather Tafel für ihre Mitbürger engagierten. Nicodemus‘ Nachfolger im Amt, Michael Eyer, hat bereits seine Bereitschaft bekundet, sich als neuer Schirmherr der Tafel zur Verfügung zu stellen.
