
13.12.2025 ● „Das hätte ich nicht gedacht!“ Diesen Satz hörten die Mitarbeiter der Overather Tafel an zwei Tagen im Dezember sehr häufig. Insgesamt 14 Schüler:innen des Paul-Klee-Gymnasiums hospitierten bei den Weihnachtsausgaben der Overather Tafel und brachten sich aktiv in das Tafelgeschehen ein.
Morgens um 8 Uhr wurde die theoretische Wissensvermittlung im Klassenzimmer abgelöst von der praktischen Mithilfe im solidarischen Dienst für die Menschen, die in Overath als Nachbarn Tür an Tür leben und nicht über ausreichende eigene finanzielle Mittel verfügen, um ein Leben zu führen, das für viele Bürger Normalität ist.
Nach einer kurzen Einführung vom 2. Vorsitzenden der Tafel, Eckehard Ruffmann, ging es auch schon los. Unverkaufte Waren und Überproduktionen aus den Supermärkten und Bäckereien mussten abgeholt, Gemüse und Obst anschließend gesäubert und aufbereitet werden. Wurst und Milchprodukte wurden sortiert, Päckchen gepackt für die Tafel-Kunden, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht selbst zu den Ausgaben kommen können und beliefert werden. In der Küche mussten Backwaren verpackt, und im Anschluss alle Lebensmittel präsentiert und für den obligatorischen Euro an die Kunden abgegeben werden.
Und immer waren die Schüler-Hospitanten mittendrin, führten viele Gespräche mit den erfahrenen Ehrenamtlern der Tafel und erhielten so aus erster Hand einen Eindruck über die vielfältige Arbeit. Schließlich half auch ein Teil der Schüler unter Anleitung der 3. Vorsitzenden Iris Nugue mit, allen Tafel-Kunden und ihren Familien Geschenke zu überreichen, die von Overather Bürgern, Schulen und Kindergärten in großer Zahl gepackt und zur Verfügung gestellt worden waren. „Wir sind hier sofort als gleichberechtigte Helfer anerkannt worden. Das war ein absolut cooler und informativer Vormittag“, so die Schüler:innen übereinstimmend.

