Ein normaler Ausgabe-Tag im Overather Tafel-Haus

 

„Was machen Sie denn schon hier? Es ist doch erst 9 Uhr!“ bekommt ein Tafel-Fahrer von einem Passanten zu hören, als er am Mittwoch-Vormittag das Garagenrolltor des Overather Tafel-Hauses, Hauptstraße 98, schließen will.

Der Passant wusste: Jeden Mittwoch und Freitag werden auf dem Hof des Tafelhauses von 11 bis 13 Uhr die „Kunden“ eingelassen, Leute, die Unterstützung nach Hartz IV oder SGB 2 bekommen oder ein geringes Einkommen haben.

Für sie beginnt um 11.00 Uhr der offizielle Ausgabe-Betrieb, bei dem sie Lebensmittel abholen, die völlig in Ordnung sind, aber von den Geschäften abgegeben werden, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum kurz bevorsteht oder ein anderer äußerlicher Grund ihren Verkauf erschwert.

Was der Passant nicht wusste: Der Fahrer hatte mit seinen Team-Kollegen schon drei Stunden Arbeit hinter sich. Vor der Ausgabe der Lebensmittel ist nämlich eine Menge zu tun, und das jede Woche von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Das Tafel-Team hat sich dazu in Arbeitsgruppen aufgeteilt.